Wolkersdorf/Wien - Der niederösterreichische Kräuter- und Gewürzproduzent Kotanyi hat im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 125 Mio. Euro erneut einen Rekordumsatz erwirtschaftet. Das Wachstum blieb mit 2,5 Prozent allerdings wegen der Wirtschaftskrise und den Währungsschwankungen unter den ursprünglich erwarteten 10 Prozent. Bereits zwei Drittel der Erlöse entfallen auf Zentral- und Osteuropa. Heuer will das Unternehmen mit seinen rund 500 Mitarbeitern um weitere 5 Prozent auf 131 Mio. Euro Umsatz wachsen. Auch die Mitarbeiterzahl soll entsprechend höher werden. Vor allem die Türkei, aber auch auch Russland, wo ein Zuwachs von 20 Prozent angepeilt wird, sollen heuer kräftig zulegen.
Besonders stark fiel das Umsatzwachstum trotz massiver Kursabwertungen in den osteuropäischen Exportmärkten aus, teilte Kotanyi am Freitag mit. In Russland betrug der Zuwachs 35 Prozent, in der Slowakei 20 Prozent, und in Slowenien und Rumänien jeweils 14 Prozent. Damit liegt Kotanyi in diesen Ländern unter den Top 2 im Markenartikelsektor.
Eigenes Türkei Sortiment
Wesentlich zum Wachstum beigetragen hat der Markteintritt in der Türkei. Mit Ende 2009 war das Unternehmen mit seinen Produkten - einem eigenen Türkei-Sortiment - in 1.500 Geschäften und somit bei allen wichtigen Ketten im Lebensmittelhandel gelistet. Auch in Zukunft soll die Türkei eine wesentliche Rolle spielen: "Für heuer peilen wir dort bereits einen Marktanteil von 15 bis 20 Prozent im organisierten Lebensmittelhandel an", so das ehrgeizige Ziel von Geschäftsführer Erwin Kotanyi.
Im November wurde der 25-Prozent-Anteil, den die Salinen AG seit 1989 am Unternehmen gehalten hatte, zurückgekauft. Damit befindet sich das gesamte Unternehmen wieder im Besitz der Familie Kotanyi, die es in vierter Generation führt. Rund 1 Mio. Euro wurden im Vorjahr in eine neue Glasabfüllanlage investiert. An Neuheiten wurde vor allem auf die sogenannte Ethno Linie gesetzt, die auf den "Asiatrend" abstellt.
Für heuer plant Kotanyi unter anderem spezielle Chili Mühlen zur Dosierung von Schärfegraden bei Speisen. Weiters soll es auch eine Gewürzlinie für die leichte Küche geben. (APA)
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